Sonntag, 11. Oktober 2015

Kleine, böse Tierchen

Wenn man mit Rindern arbeitet hat man es mit friedlichen und (in den meisten Fällen) mit ungefährlichen Tieren zu tun.
Abwechslung gab es an diesem Wochenende: Bei der Feuerwehr gab es eine Sonderausbildung "Umgang mit gefährlichen und giftigen Tieren" im Darmstädter Zoo. Nach der Berufsfeuerwehr Darmstadt sind wir die erste freiwillige Feuerwehr, die diese Fortbildung gemacht hat.
Zuerst eine theoretischen Teil mit einer Präsentation mit vielen Bildern, was es alles an gefährlichen und giftigen Tieren gibt. Das von 3.500 Schlangenarten weltweit "nur" 220 tödlich giftig sind, und von denen natürlich keine in Europa vorkommen. Aber in Hobby-Haltung gibt es nichts was es nicht gibt, so wird geschätzt, dass es alleine in Hessen etwa 30 Krokodile in privater Haltung gibt! Demnach ist die Devise im Einsatz: Mit allem rechnen!
Anschließend gab es ein Rundgang im Zoo, wo die Tiere mal begutachtet wurden: Schlangen, Krustenechsen, Frösche, Leguane, Stachelrochen und ein Sumpfkrokodil. Praktischer Teil hinter den Kulissen war das Fixieren und Hochheben einer Grünen Wasseragame (Physignathus cocincinus). Dabei fixiert eine Hand den Kopf und hält die Vorderbeine, die zweite an der Schwanzwurzel und die Hinterbeine. So wird man nicht gekratzt und nicht mit dem Schwanz geschlagen. Bei 65 cm und gerade mal 350 g (im gefütterten Zustand!) ist das Tier sehr filigran und weich und nur sehr vorsichtig anzufassen. Da merkt man erst, wie schwer und stark gebaut selbst ein neugeborenes Kalb ist.
Abschließend noch ein kurzer Überblick von Fangwerkzeugen. Über XXL-Kescher ("damit kann man auch einen Luchs fangen"), Schlangenhaken, die nur für dicke, träge Schlangen geeignet sind, über Greifzangen bis zur "Sauschlinge", einem Teleskopstab mit einer Drahtschlinge am vorderen Ende, die man von hinten zuziehen kann.
Im gesamten einen guten Überblick, was es an "unangenehmen" Tieren so alles gibt. Da bleibt man doch gerne bei den Kühen!

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