Aktuell gibt es viel Abwechslung: Neben dem Maishäckseln stand dieses Jahr für mich mal wieder Traubenlesen an. Dies bietet sich ja, wenn man gerade mal in Rheinhessen ist.
Durch die diesjährige Trockenheit verschob sich der Erntebeginn nach hinten, wenn auch die Ertragseinbußen nicht so hoch sind wie im Futterbau.
Geerntet wurde zuerst der größte Weinberg, auf dem Reben der Sorte Müller-Thurgau (auch bekannt als Rivaner) stehen. Müller-Thurgau ist über 4.200 ha knapp hinter Riesling die zweitmeist angebaute Rebsorte in Rheinhessen.
Nach dem Erntestart am Morgen half ich beim zweiten Durchgang am Abend mit. Ich fuhr wie in den vorangegangen Jahren auch die Trauben nach der Ernte zum Keltern. Da es dann morgens 10 l geregnet hatte, und in der Woche zuvor 40 l, war es doch etwas schmierig und matschig.
Da wir in der Abenddämmerung anfingen, konnte ich kein Foto machen und daher ist das Bild aus dem Archiv von der Traubenlese 2010 am gleichen Weinberg. Bedingt durch die Fotografie mit dem damaligen Handy und der Belichtung an einem sonnigen Tag ist die Qualität bescheiden. Zu sehen ist der gezogene Vollernter vom Typ Krieger K3, davor ein Schmalspurtraktor Dexheimer Allrad 345.
Mittwoch, 23. September 2015
Dienstag, 22. September 2015
Silomaisernte
Nach dem Maisfeldtag ging es an die Silomaisernte.
Zur Abwechslung mal wieder einen ganzen Tag auf dem Traktor. Statt Kühe oder Färsen wurde jedoch frisch gehäckselter Mais gefahren.
Das Wetter spielte gut mit, trocken und nur wenig Wind. Auch die Böden waren durch die lange Trockenheit gut befahrbar und es wurden keine Spuren eingefahren.
Auf dem Bild ist gerade der größte Schlag mit 8,5 ha fertig. Die letzten Reihen werden gehäckselt von einem Claas Jaguar 940 mit RU600-Maisgebiss, daneben als Abfahrer ein Fendt 828 mit einem Abschiebewagen Fliegl Gigant ASW271. Fotografiert habe ich während der Fahrt durch die geöffnete Frontscheibe des Fendt Favorit 712. Dieser gehört zu den Modellen, bei dem noch kein "Dieselross"-Logo als Peilhilfe auf die Motorhaube geklebt wurde. Diese Aufgaben übernimmt ein weißer Markierungsstab in der Fronthydraulik. Hinten am Traktor hängt ein Tandem-Muldenkipper von Krampe, TWK 16 mit dem höchsten Silageaufbau.
Zur Abwechslung mal wieder einen ganzen Tag auf dem Traktor. Statt Kühe oder Färsen wurde jedoch frisch gehäckselter Mais gefahren.
Das Wetter spielte gut mit, trocken und nur wenig Wind. Auch die Böden waren durch die lange Trockenheit gut befahrbar und es wurden keine Spuren eingefahren.
Auf dem Bild ist gerade der größte Schlag mit 8,5 ha fertig. Die letzten Reihen werden gehäckselt von einem Claas Jaguar 940 mit RU600-Maisgebiss, daneben als Abfahrer ein Fendt 828 mit einem Abschiebewagen Fliegl Gigant ASW271. Fotografiert habe ich während der Fahrt durch die geöffnete Frontscheibe des Fendt Favorit 712. Dieser gehört zu den Modellen, bei dem noch kein "Dieselross"-Logo als Peilhilfe auf die Motorhaube geklebt wurde. Diese Aufgaben übernimmt ein weißer Markierungsstab in der Fronthydraulik. Hinten am Traktor hängt ein Tandem-Muldenkipper von Krampe, TWK 16 mit dem höchsten Silageaufbau.
Dienstag, 15. September 2015
Maisfeldtag
Nach dem der Häcksler getestet war und bereitstand gab es vorher noch den Maisfeldtag.
Im zweijährigen Rhythmus führt die RWZ in Beselich-Schupach einen Anbauversuch für Silomais durch.
Letzte Woche stand als Abschluss vor der Ernte ein Feldabend an, an dem die Sorte vorgestellt wurden. Im Versuch wurden insgesamt 32 Sorten von 12 Züchtern/Vertriebsorganisationen angebaut. Dabei reichte die Spanne in den Reifezahlen von S200 (früh) bis S260 (mittelspät). Meiner Meinung nach für die Region eher zu frühe Sorten, da hier eher S260 als S230-Sorten als Standard passen.
Bei der Sorten-Vorstellung wurde deutlich, dass das diesjährige trockene Wetter die Sorten sehr unterschiedlich getroffen hatte. So war die Trockenresistenz der einzelnen Sorten deutlich ausschlaggebender als z.B. die Reifezahl, auch konnten Unterschiede des Bodens innerhalb des Versuchsfeldes gut erkannt werden.
Die Stay-Green-Sorten, bei denen der Kolben schon abgereift ist, also erntereif, und die Blätter noch grün, was zu einer guten Verdaulichkeit der "Rest-Pflanze" führt, konnten erwartungsgemäß die Trockenheit besser verkraften. Jedoch waren bei einigen Sorten die Blätter auch schon so weit abgetrocknet, dass man sie kaum von den anderen "normalen" Sorten unterscheiden konnte.
Im zweijährigen Rhythmus führt die RWZ in Beselich-Schupach einen Anbauversuch für Silomais durch.
Letzte Woche stand als Abschluss vor der Ernte ein Feldabend an, an dem die Sorte vorgestellt wurden. Im Versuch wurden insgesamt 32 Sorten von 12 Züchtern/Vertriebsorganisationen angebaut. Dabei reichte die Spanne in den Reifezahlen von S200 (früh) bis S260 (mittelspät). Meiner Meinung nach für die Region eher zu frühe Sorten, da hier eher S260 als S230-Sorten als Standard passen.
Bei der Sorten-Vorstellung wurde deutlich, dass das diesjährige trockene Wetter die Sorten sehr unterschiedlich getroffen hatte. So war die Trockenresistenz der einzelnen Sorten deutlich ausschlaggebender als z.B. die Reifezahl, auch konnten Unterschiede des Bodens innerhalb des Versuchsfeldes gut erkannt werden.
Die Stay-Green-Sorten, bei denen der Kolben schon abgereift ist, also erntereif, und die Blätter noch grün, was zu einer guten Verdaulichkeit der "Rest-Pflanze" führt, konnten erwartungsgemäß die Trockenheit besser verkraften. Jedoch waren bei einigen Sorten die Blätter auch schon so weit abgetrocknet, dass man sie kaum von den anderen "normalen" Sorten unterscheiden konnte.
Sonntag, 13. September 2015
Fachschule, Teil 2
Nach dem mein Vortrag letztes Jahr bei der Fachschule in Bitburg ein voller Erfolg war (siehe Post vom 24.09.2014) stand dieses Jahr eine Wiederholung an.
Im Rahmen des Wahlmoduls "Herdenmanagment" in der Techniker-Schule gibt es neben Betriebsbesichtigungen und praktischen Übungen (bei der LVAV Neumühle) auch Vorträge. Diese werden von Praktikern gehalten, um auch hier eine praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen.
Ich hielt auch dieses Jahr wieder einen Vortrag über Arbeitsorganisation und -struktur in Großbetrieben. Hier Stand das Arbeiten im Schichtbetrieb im Mittelpunkt, ein Thema, dass den meisten Schülern, die die oft vom eigenen oder elterlichen Betrieb aus Rheinland-Pfalz kommen und ohne angestellte Mitarbeiter arbeiten, nicht geläufig ist.
Abschließend berichtete ich über Ansätze und eigene Erfahrungen in der Mitarbeiterführung. Ein Thema, das meiner Meinung nach, in der Ausbildung (egal welcher) viel zu kurz kommt.
Die anschließenden Fragen und Diskussion zeigte mir, dass der "Blick über den Tellerrand" funktioniert hat.
Im Rahmen des Wahlmoduls "Herdenmanagment" in der Techniker-Schule gibt es neben Betriebsbesichtigungen und praktischen Übungen (bei der LVAV Neumühle) auch Vorträge. Diese werden von Praktikern gehalten, um auch hier eine praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen.
Ich hielt auch dieses Jahr wieder einen Vortrag über Arbeitsorganisation und -struktur in Großbetrieben. Hier Stand das Arbeiten im Schichtbetrieb im Mittelpunkt, ein Thema, dass den meisten Schülern, die die oft vom eigenen oder elterlichen Betrieb aus Rheinland-Pfalz kommen und ohne angestellte Mitarbeiter arbeiten, nicht geläufig ist.
Abschließend berichtete ich über Ansätze und eigene Erfahrungen in der Mitarbeiterführung. Ein Thema, das meiner Meinung nach, in der Ausbildung (egal welcher) viel zu kurz kommt.
Die anschließenden Fragen und Diskussion zeigte mir, dass der "Blick über den Tellerrand" funktioniert hat.
Mittwoch, 9. September 2015
Hornloser Fortschritt
Bei der Jahresversammlung der ALL (Arbeitsgemeinschaft LebensLinien) am letzten Wochenende gab es als Highlight einen Gastvortrag von Hartwig Meinikmann, dem Abteilungsleiter für Zucht der RUW. Er stellte das Hornloszuchtprogramm der Rinder-Union West vor.
Neben der Geschichte der modernen Hornlustzucht im Holstein-Bereich der letzten Jahrzehnte ging es auch um den starken Einsatz von hornlosen genomischen Jungbullen, über recht schnell eine größere Anzahl an hornlosen Bullen verfügbar ist. Zudem steigt dadurch schon in den nächsten beiden Jahren die Zahl der hornlosen Bullen die in der Qualität mit den gehörnten mithalten können deutlich an. Auch werden die Schwarzbunten den Vorsprung der Rotbunten einholen.
Bis die gesamte Holstein-Population hornlos ist, und auf das Enthornen verzichtet werden kann, sollen mindestens 20 Jahre vergehen, eher noch länger.
Mir stellt sich hier die Frage ob diese gezielte, schnelle Zucht auf Hornlosigkeit auch Nachteile haben kann, denn aktuell ist ja noch nicht bekannt, ob mit dem Hornlos-Gen evtl. negative Eigenschaften in Gesundheitsmerkmalen gekoppelt sind. Zudem muss man in der Geschwindigkeit bedenken, wie lange es gedauert hat, bis viele Rotbunt-Betriebe ihre Kühe auf Schwarzbunt umgezüchtet hatten. Bei diesem gleichen dominanten Erbweg waren die Schwarzbunten aber den Rotbunten genetisch in der Qualität überlegen, während die Hornlosen (für die nächste Zeit noch) unterlegen sind. Also dürfte es deutlich länger als 30 Jahre dauern.
Den Vortrag habe ich hier verlinkt.
Über die einzelnen besichtigten Betriebe auf der anschließenden Tour wird in den nächsten Wochen berichtet.
Neben der Geschichte der modernen Hornlustzucht im Holstein-Bereich der letzten Jahrzehnte ging es auch um den starken Einsatz von hornlosen genomischen Jungbullen, über recht schnell eine größere Anzahl an hornlosen Bullen verfügbar ist. Zudem steigt dadurch schon in den nächsten beiden Jahren die Zahl der hornlosen Bullen die in der Qualität mit den gehörnten mithalten können deutlich an. Auch werden die Schwarzbunten den Vorsprung der Rotbunten einholen.
Bis die gesamte Holstein-Population hornlos ist, und auf das Enthornen verzichtet werden kann, sollen mindestens 20 Jahre vergehen, eher noch länger.
Mir stellt sich hier die Frage ob diese gezielte, schnelle Zucht auf Hornlosigkeit auch Nachteile haben kann, denn aktuell ist ja noch nicht bekannt, ob mit dem Hornlos-Gen evtl. negative Eigenschaften in Gesundheitsmerkmalen gekoppelt sind. Zudem muss man in der Geschwindigkeit bedenken, wie lange es gedauert hat, bis viele Rotbunt-Betriebe ihre Kühe auf Schwarzbunt umgezüchtet hatten. Bei diesem gleichen dominanten Erbweg waren die Schwarzbunten aber den Rotbunten genetisch in der Qualität überlegen, während die Hornlosen (für die nächste Zeit noch) unterlegen sind. Also dürfte es deutlich länger als 30 Jahre dauern.
Den Vortrag habe ich hier verlinkt.
Über die einzelnen besichtigten Betriebe auf der anschließenden Tour wird in den nächsten Wochen berichtet.
Freitag, 4. September 2015
Häcksler-Test
In einigen Teilen Deutschlands wird schon Silomais geerntet.
Bedingt durch diesjährige Trockenheit ist der Mais in den jeweiligen Landesteilen sehr früh abgereift und wird nun geerntet.
So hat auch der benachbarte Lohnunternehmer seine beiden Häcksler auf Silomais-Ernte umgerüstet.
Entsprechend wurden dann die Einstellungen getestet und ein kleines Stück gehäckselt. Statt einem Anhänger kam die Schaufel des Radladers zum Abfahren in den Einsatz.
Der Feldhäcksler ist ein Claas Jaguar 940 mit RU600-Maisvorsatz und der Radlader ein New Holland W 130B.
Bedingt durch diesjährige Trockenheit ist der Mais in den jeweiligen Landesteilen sehr früh abgereift und wird nun geerntet.
So hat auch der benachbarte Lohnunternehmer seine beiden Häcksler auf Silomais-Ernte umgerüstet.
Entsprechend wurden dann die Einstellungen getestet und ein kleines Stück gehäckselt. Statt einem Anhänger kam die Schaufel des Radladers zum Abfahren in den Einsatz.
Der Feldhäcksler ist ein Claas Jaguar 940 mit RU600-Maisvorsatz und der Radlader ein New Holland W 130B.
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