Sonntag, 28. Juni 2015

Brandenburger Katzen Teil 2

An Weihnachten 2013 siedelte ich drei kleine Katzen von der Elster nach Mittelhessen um.
Diese drei waren der Kater Panther, für die Inzuchtdepression seiner Herkunft verhältnismäßig groß, sowie zwei Katzen, Brandi und eine Namenlose, die wegen einem Nabelbruch leider nur wenige Wochen in Hessen überlebte.
Brandi bekam letztes Jahr 4 Junge, eine brandenburgisch-hessische Kreuzung (siehe Post vom 24.09.2014). Leider sind diese sehr scheu und werden nur unregelmäßig gesehen. Dennoch waren es seit über 10 Jahren die ersten kleinen Katzen die es wieder auf dem Hof gab. Und somit ist der Grundstein gelegt für eine Kolonie, wie in der alten Heimat von Brandi und Panther. Alle anderen Katzen in ihrer neuen Heimat waren bevor sie sich vermehren konnten der Landstraße zum Opfer gefallen.
Nun hat Brandi vor 6 Wochen erneut Junge bekommen, wiederum 4 Stück. Jedoch müssen sie nun von Hand aufgezogen werden, da auch Brandi letzte Woche leider überfahren wurde.

Donnerstag, 4. Juni 2015

Prignitz Teil 3

Bei der Exkursion in die Prignitz konnte man im Jungviehstall der Milchviehanlage Boberow einige sehr "spezielle" Jungrinder besichtigen.
Drei etwa einjährige Wagyus. Passend mit den Namen Takeuchi, Yokohama und Okinawa.
Denn das Wagyu-Rind stammt ursprünglich aus Japan und war bis vor 20 Jahren auch wirklich nur dort anzutreffen. Seit 2006 auch in Deutschland. Es ist damit die erste Rasse, die seit der Einführung des Rasseschlüssels im Rinderpass 2002 neu dazugekommen ist und die Nummer 94 (WAG) bekam.
Absolute Besonderheit ist die Fleischqualität der Wagyus, die als beste weltweit zählt, und in der Direktvermarktung in Deutschland für spezielle Fleischteile bis zu 100 €/kg erreichen kann!
Entsprechend gibt es von einigen international tätige Zuchtunternehmen das Interesse Sperma und Embryonen von Wagyus in Deutschland zu verkaufen, und so kamen auch diese drei Jungrinder vor knapp zwei Jahren als Embryonen in die Prignitz.
Wagyus sind deutlich spätreifer, die auf dem Bild daneben stehenden Holstein-Jungrinder sind etwa gleich alt, aber nicht so stämmig. Zudem werden sie im Stall gehalten. Angesichts der Zunahmen von Wölfen in Nordwest-Brandenburg und der damit verbundenen Gefahr für die Mutterkuhhaltung ist es eh sicherer solch wertvolle Tiere im Stall zu halten und nicht auf der Weide und die Wölfe damit zu Feinschmeckern zu machen.

Montag, 1. Juni 2015

Prignitz Teil 2

Nach der Einweihungsfeier des Melkhauses gab es eine Rundfahrt über die einzelnen Betriebsteile der Landgenossenschaft Pröttlin.
Bei einer bewirtschafteten Fläche von fast 4.000 ha erstrecken sich diese über etliche Ortsteile der Gemeinde Karstädt.
Neben den Kühen gab es auch einiges an Technik zu sehen. Am Stützpunkt der Pflanzenproduktion konnten der Feldhäcksler, die Mähdrescher, Saat- und Pflanzenschutztechnik sowie knapp 20 Traktoren und genauso viele Anhänger begutachtet werden.



















Weiter ging es zu den beiden kleinen Milchviehanlagen mit 180 und 350 Kühen, die mittelfristig nach Pinnow umziehen werden. Solide Typenställe und Technik, bei denen man aber bei einem nagelneuen Melkhaus den technischen Fortschritt gut sieht. Und in Zeiten nach der Milchquote wird wie vor 25 Jahren wieder mit der Planerfüllung gearbeitet.

























Im ganzen eine achtstündige, sehr detaillierte Betriebsführung. Bin schon gespannt im nächsten Jahr das Melkkarussell in Aktion zu sehen.