Das letzte Wochenende konnte ich für eine kleine Pfingstexkursion in die Prignitz nutzen. Nach über einem Jahr bin ich so mal wieder nach Brandenburg gekommen. Aufgrund der Verkehrslage zogen sich 550 km auf ganze 7,5 h Fahrtdauer.
Grund für die Exkursion war die Einweihungsfeier des neuen Melkhauses der Milchviehanlage Pinnow der Landgenossenschaft Pröttlin eG in Karstädt, bei der mein Bruder die Milchproduktion leitet.
In den letzten Monaten ist hier ein modernes Melkzentrum mit einem 60er Außenmelker-Karussell von DeLaval (Typ RP3100HD) entstanden. Highlight ist hier der Dipp-Roboter am Karussell. Das Melkhaus umfasst zudem einen Vorwartehof für 200 Kühe, sowie ein automatisches Klauenbad und einen großzügigen Selektionsbereich, der mit 70 Fangplätzen ausgerüstet ist. Der gesamte Warte- und Selektionsbereich kann über ein Flush-System nach dem Melken "sauber-geflutet" werden.
Auf der anderen Seite des Melkkarussells sind die Technikräume, ein im Gebäude stehender 30.000 l-Milchtank und ein großer Versammlungsraum angeordnet. Die Umkleiden sind natürlich für eine Schwarz-Weiß-Trennung ausgelegt.
Nach meinen Informationen soll das Einmelken, nachdem am letzten Wochenende noch eifrig Böden beschichtet wurden, Anfang nächster Woche stattfinden.
Vom Dachgeschoss hat man einen super Blick auf das Melkkarussell, dass man selbst mit einem Weitwinkelobjektiv nicht ganz aufs Bild kriegen würde:
Samstag, 30. Mai 2015
Montag, 25. Mai 2015
N-Sensor
Um auch mal was außerhalb des Kuhstalles zu sehen, dazu hatte ich diese Woche Gelegenheit: Als "Heimspiel" (im Versammlungsraum im Melkhaus) fand ein Thementag der Beratung im Rahmen der EU-Wasserrahmen-Richtlinie statt, "Effiziente Mineraldüngerausbringung für Gewässerschutz und Landwirtschaft". Schwerpunkt war die teilflächenspezifische Mineraldüngung.
Precision Farming ist hier in den kleinstrukturierten Gebieten im Südwesten fast noch eine Randerscheinung und geht meist nicht über satellitenunterstütze Lenkhilfen hinaus. Daher war für die meisten Zuhörer die Vorstellung des N-Sensor vermutlich Neuland. Vorgestellt wurden die Systeme N-Sensor von Yara und Crop-Sensor von Claas, dazu berichtete noch ein Betriebsleiter der im angrenzenden Landkreis Aschaffenburg in Bayern seit über 10 Jahren ein N-Sensor nutzt.
Zum praktischen Teil wurden dann drei Felder mit den beiden Systemen gestreut, ein Vorführ-Traktor von Claas (Arion 530 Cmatic) mit dem Crop-Sensor und einem hydraulisch angetriebenen Rauch Axis-Düngerstreuer, sowie der Pflegetraktor des Betriebes aus Bayern (Fendt 826 Vario; 260 PS als Pflegetraktor für 270 ha!) mit dem Yara N-Sensor II und einem fast identischen Rauch-Düngerstreuer.
Fazit: Auch auf kleinen Schlägen macht das teilflächenspezifische Arbeiten Sinn. Aber eine Vorführung eines Düngerstreuer macht nicht viel her.
Precision Farming ist hier in den kleinstrukturierten Gebieten im Südwesten fast noch eine Randerscheinung und geht meist nicht über satellitenunterstütze Lenkhilfen hinaus. Daher war für die meisten Zuhörer die Vorstellung des N-Sensor vermutlich Neuland. Vorgestellt wurden die Systeme N-Sensor von Yara und Crop-Sensor von Claas, dazu berichtete noch ein Betriebsleiter der im angrenzenden Landkreis Aschaffenburg in Bayern seit über 10 Jahren ein N-Sensor nutzt.
Zum praktischen Teil wurden dann drei Felder mit den beiden Systemen gestreut, ein Vorführ-Traktor von Claas (Arion 530 Cmatic) mit dem Crop-Sensor und einem hydraulisch angetriebenen Rauch Axis-Düngerstreuer, sowie der Pflegetraktor des Betriebes aus Bayern (Fendt 826 Vario; 260 PS als Pflegetraktor für 270 ha!) mit dem Yara N-Sensor II und einem fast identischen Rauch-Düngerstreuer.
Fazit: Auch auf kleinen Schlägen macht das teilflächenspezifische Arbeiten Sinn. Aber eine Vorführung eines Düngerstreuer macht nicht viel her.
Abonnieren
Kommentare (Atom)

