Diese Woche wurde zweimal "Silo gemacht". Jedoch beides mal im eher kleinen Maßstab.
Zuerst wurde am Dienstag der erste Mais gehäckselt. So früh wie selten und zudem so reif, wie es in hier in der hohen Vulkaneifel kaum vorkommt. Die 7,5 ha ergaben bei etwa einem ha Wildschaden ca. 280 t, und waren mit zwei abfahrenden Traktoren in knapp 4 Stunden gehäckselt.
Bevor das Silo mit den restlichen Reifen abgedeckt war wurde am Donnerstag morgen das nächste kleine Silo gemacht: Die ersten Pressschnitzel dieses Jahres.
Da die Rübenverarbeitung in Euskirchen erst seit kurzer Zeit läuft und alle Pressschnitzel wollen, gibt es nur häppchenweise kleine Lieferung. Davon die erst am Donnerstag, eine Lkw-Ladung.
In der Trockenmasse hat man scheinbar die Konkurrenz aus Offstein nördlich der Mosel zu spüren bekommen und noch etwas zugelegt. So haben wir über 29 % Trockenmasse gemessen, auf den Sattelauflieger hatten da auch nur knapp über 26 t gepasst
Auf dem Bild wird der kleine Haufen Pressschnitzel mit dem Hoflader zurechtgeschoben um ihn anschließend zu verdichten.
Sonntag, 28. September 2014
Thuringia Open
Hauptprogrammpunkt am letzten Wochenende war die Thuringia-Open-Schau in Erfurt.
Im Vorfeld zur Thuringia Holstein Open fand die Thuringia Jersey Open zum "Aufwärmen" statt. Diese konnte auf Grund der Uhrzeit noch etliche Messebesucher auf die Tribünen locken und hatte fast so viele Zuschauer wie die folgende Holsteinschau. Für eine so Rasse mit so wenigen Herdbuch-Kühen wie den Jerseys war die Anzahl der aufgetriebenen Tiere beachtlich.
Anschließend kam dann die richtige Schau mit den Holsteins. Als deutschlandweit offene Show war neben den natürlich stark vertretenen Thüringern auch etliche Tiere aus Hessen (hier merkt man auch die Zusammenarbeit auf Verbandsebene zwischen dem LTR und der ZBH) dabei, so wie die üblichen Verdächtigen aus den neuen westliche Teilen des Masterrind-Gebietes.
Die Anzahl der Tiere war nicht sonderlich groß wie in den letzten Jahren, dafür wurde der Zeitplan aber eingehalten. Auch weil es z.B. bei der mittleren Klasse nur eine Ring gab.
Die Qualität konnte sich auf jeden Fall sehen lassen, auch weil auf eine offene Schau mit ihren Startgebühren natürlich nur die besten Kühe auf dem jeweiligen Stall mit dürfen. Gegenüber den Verbandsschauen mit ihren Vorauswahlen eine mal etwas andere Zusammenstellung der gezeigten Kühe.
Anschließend fand noch erstmalige eine Sonder-Auktion statt, die Thuringia Auction Time, wobei ich mich dann schon auf den Rückweg gemacht hatte.
Im Vorfeld zur Thuringia Holstein Open fand die Thuringia Jersey Open zum "Aufwärmen" statt. Diese konnte auf Grund der Uhrzeit noch etliche Messebesucher auf die Tribünen locken und hatte fast so viele Zuschauer wie die folgende Holsteinschau. Für eine so Rasse mit so wenigen Herdbuch-Kühen wie den Jerseys war die Anzahl der aufgetriebenen Tiere beachtlich.
Anschließend kam dann die richtige Schau mit den Holsteins. Als deutschlandweit offene Show war neben den natürlich stark vertretenen Thüringern auch etliche Tiere aus Hessen (hier merkt man auch die Zusammenarbeit auf Verbandsebene zwischen dem LTR und der ZBH) dabei, so wie die üblichen Verdächtigen aus den neuen westliche Teilen des Masterrind-Gebietes.
Die Anzahl der Tiere war nicht sonderlich groß wie in den letzten Jahren, dafür wurde der Zeitplan aber eingehalten. Auch weil es z.B. bei der mittleren Klasse nur eine Ring gab.
Die Qualität konnte sich auf jeden Fall sehen lassen, auch weil auf eine offene Schau mit ihren Startgebühren natürlich nur die besten Kühe auf dem jeweiligen Stall mit dürfen. Gegenüber den Verbandsschauen mit ihren Vorauswahlen eine mal etwas andere Zusammenstellung der gezeigten Kühe.
Anschließend fand noch erstmalige eine Sonder-Auktion statt, die Thuringia Auction Time, wobei ich mich dann schon auf den Rückweg gemacht hatte.
Donnerstag, 25. September 2014
Grüne Tage Thüringen
Wenn man mal in Thüringen ist, muss das ja einen Grund haben:
Die Grüne Tage in Erfurt standen auf dem Programm. Besonders in Kombination mit der Schau "Thuringa Open" lohnte sich der Besuch.
Die Messe hat die schwierige Aufgabe einen guten Mittelweg zwischen Fachmesse und Verbraucher-Wochenend-Ausflug zu finden. Das ist aber sehr gut gelungen. Besonders, dass man als Fachbesucher recht gut den Verbraucher-Teil der Messe weglassen kann. Die separaten Hallen mit den Schauringen, den Messeständen für die Tierproduktion und das Maschinen-Freigelände sorgten hier schon für die räumliche Trennung.
Kaum ist man wieder mal in Ostdeutschland, trifft man etliche ehemalige Studienkollegen, Kollegen und Geschäftspartner, da ist die Welt doch recht klein und für ordentlich Gesprächsstoff war auch gesorgt.
Fazit: Solch eine Messe kriegt keiner im (Süd)Westen hin.
Auf dem Bild ist zu sehen, dass auf dem Maschinen-Freigelände natürlich für Thüringen entsprechende Maschinen gezeigt wurden:
Die Grüne Tage in Erfurt standen auf dem Programm. Besonders in Kombination mit der Schau "Thuringa Open" lohnte sich der Besuch.
Die Messe hat die schwierige Aufgabe einen guten Mittelweg zwischen Fachmesse und Verbraucher-Wochenend-Ausflug zu finden. Das ist aber sehr gut gelungen. Besonders, dass man als Fachbesucher recht gut den Verbraucher-Teil der Messe weglassen kann. Die separaten Hallen mit den Schauringen, den Messeständen für die Tierproduktion und das Maschinen-Freigelände sorgten hier schon für die räumliche Trennung.
Kaum ist man wieder mal in Ostdeutschland, trifft man etliche ehemalige Studienkollegen, Kollegen und Geschäftspartner, da ist die Welt doch recht klein und für ordentlich Gesprächsstoff war auch gesorgt.
Fazit: Solch eine Messe kriegt keiner im (Süd)Westen hin.
Auf dem Bild ist zu sehen, dass auf dem Maschinen-Freigelände natürlich für Thüringen entsprechende Maschinen gezeigt wurden:
Mittwoch, 24. September 2014
ALL-Züchtertreff
Am letzten Freitag hatte es mich mal wieder nach Thüringen verschlagen.
Am Vorabend der "Thuriniga Open"-Schau fand in kleinerer Rund der Züchtertreff der Arbeitsgemeinschaft LebensLinien (ALL) statt.
In gemütlicher Atmosphäre wurde über den aktuellen Stand der genomischen Zuchtwertschätzung und der sich immer stärker anbahnden Problematik der stark verengten Blutlinien bei den aktuellsten Generation der Holstein-Jungbullen diskutiert. Daneben kam die Sprache auch auf die Akzeptanz der "Zucht-Werkzeuge" ALL-Zuchtwert-Ampel und ALL-Outcross-Ampel auf der Homepage, zu denen es nichts Vergleichbares gibt.
Mehr Infos zu den ALL-Logobullen, der Outcross und Zuchtwert-Ampel gibt es unter www.all-rind.de
Am 11.10.2014 findet für alle Intressierten der nächste ALL-Züchtertag auf dem Betrieb Derboven in Warpe statt. Neben einer Betriebsbesichtigung wird es als Programm-Highlight ein Milchvieh-Fütterung-Seminar vom niederländischen Tierarzt Nico Vreeburg von Vetvice ("Kuh-Signale") geben.
Auch wenn ich leider nicht dabei bin wünsche ich allen viel Spaß!
Am Vorabend der "Thuriniga Open"-Schau fand in kleinerer Rund der Züchtertreff der Arbeitsgemeinschaft LebensLinien (ALL) statt.
In gemütlicher Atmosphäre wurde über den aktuellen Stand der genomischen Zuchtwertschätzung und der sich immer stärker anbahnden Problematik der stark verengten Blutlinien bei den aktuellsten Generation der Holstein-Jungbullen diskutiert. Daneben kam die Sprache auch auf die Akzeptanz der "Zucht-Werkzeuge" ALL-Zuchtwert-Ampel und ALL-Outcross-Ampel auf der Homepage, zu denen es nichts Vergleichbares gibt.
Mehr Infos zu den ALL-Logobullen, der Outcross und Zuchtwert-Ampel gibt es unter www.all-rind.de
Am 11.10.2014 findet für alle Intressierten der nächste ALL-Züchtertag auf dem Betrieb Derboven in Warpe statt. Neben einer Betriebsbesichtigung wird es als Programm-Highlight ein Milchvieh-Fütterung-Seminar vom niederländischen Tierarzt Nico Vreeburg von Vetvice ("Kuh-Signale") geben.
Auch wenn ich leider nicht dabei bin wünsche ich allen viel Spaß!
Brandenburger Katzen
Im letzten Dezember siedelte ich drei kleine Katzen von der Elster nach Mittelhessen um.
Von diesen drei sind noch zwei ihrem neuen Kuhstall treu geblieben, auch wenn sie nicht im 3-Schichtsystem gefüttert und gestreichelt werden: Panther und seine Schwester Brandi.
Besonders groß sind die beiden nicht geworden, hier merkt man doch die Auswirkungen der Inzucht auf der etwas abgelegenen Milchviehanlage in Brandenburg.
Dafür haben sie es geschafft, was die einheimischen Katzen in Hessen nicht hinbekommen: Sich von der Landstraße fernzuhalten. Da wirken noch die frühsten Tage nach, dass man die Milchquelle nie wirklich verlässt.
Und Brandi hat es auch direkt geschafft, was es jahrelang nicht gab: junge Katzen. Seit Juli hat sie nun vier Junge, drei kleine Kater und ein Mädchen. Von der Fellfarbe zu urteilen eine brandenburgisch-hessische Kreuzung.
Von diesen drei sind noch zwei ihrem neuen Kuhstall treu geblieben, auch wenn sie nicht im 3-Schichtsystem gefüttert und gestreichelt werden: Panther und seine Schwester Brandi.
Besonders groß sind die beiden nicht geworden, hier merkt man doch die Auswirkungen der Inzucht auf der etwas abgelegenen Milchviehanlage in Brandenburg.
Dafür haben sie es geschafft, was die einheimischen Katzen in Hessen nicht hinbekommen: Sich von der Landstraße fernzuhalten. Da wirken noch die frühsten Tage nach, dass man die Milchquelle nie wirklich verlässt.
Und Brandi hat es auch direkt geschafft, was es jahrelang nicht gab: junge Katzen. Seit Juli hat sie nun vier Junge, drei kleine Kater und ein Mädchen. Von der Fellfarbe zu urteilen eine brandenburgisch-hessische Kreuzung.
Fachschule
Wenn man direkt nach dem Abitur studiert hat, hatte man eigentlich nie einen Bezug zur Fachschule.
So war das auch bei mir, bis vor zwei Wochen. Bloß kam ich nicht als Schüler zur Fachschule, sondern für einen Vortrag.
Nachdem die angehenden Techniker der Fachschule Bitburg vor zwei Wochen im Rahmen des Wahlpflichtmoduls Herdenmanagements hier eine Betriebsführung mitgemacht hatten hielt ich am darauffolgenden Tag in Bitburg in der Schule einen Vortrag.
Inhaltlicher Schwerpunkt hatte ich auf Arbeitsorganisation und Mitarbeiterführung in großen Milchviehanlagen festgelegt. Themen, mit denen die meisten Schüler, die oft vom eigenen oder elterlichen Betrieb aus Rheinland-Pfalz kommen und ohne angestellte Mitarbeiter arbeiten, bis dahin nicht wirklich in Berührung kamen.
Entsprechend gab es, auch am Ende eines langen Unterrichtstages, noch viele Fragen und eine angeregte Diskussion. Für viele in Rheinland-Pfalz sind die Dimensionen der Landwirtschaft in Ostdeutschland halt immer noch kaum vorstellbar.
Und auch ich habe Neues gelernt: Wenn man Begeisterung in einem Fachvortrag vermitteln kann, läuft der Rest von alleine.
So war das auch bei mir, bis vor zwei Wochen. Bloß kam ich nicht als Schüler zur Fachschule, sondern für einen Vortrag.
Nachdem die angehenden Techniker der Fachschule Bitburg vor zwei Wochen im Rahmen des Wahlpflichtmoduls Herdenmanagements hier eine Betriebsführung mitgemacht hatten hielt ich am darauffolgenden Tag in Bitburg in der Schule einen Vortrag.
Inhaltlicher Schwerpunkt hatte ich auf Arbeitsorganisation und Mitarbeiterführung in großen Milchviehanlagen festgelegt. Themen, mit denen die meisten Schüler, die oft vom eigenen oder elterlichen Betrieb aus Rheinland-Pfalz kommen und ohne angestellte Mitarbeiter arbeiten, bis dahin nicht wirklich in Berührung kamen.
Entsprechend gab es, auch am Ende eines langen Unterrichtstages, noch viele Fragen und eine angeregte Diskussion. Für viele in Rheinland-Pfalz sind die Dimensionen der Landwirtschaft in Ostdeutschland halt immer noch kaum vorstellbar.
Und auch ich habe Neues gelernt: Wenn man Begeisterung in einem Fachvortrag vermitteln kann, läuft der Rest von alleine.
Montag, 22. September 2014
Fernsehen
In der SWR Landesschau wird täglich in der Rubrik "Hierzuland" irgendeine Straße aus irgendeinem Ort in Rheinland-Pfalz vorgestellt.
In nächster Zeit soll es auch einen Beitrag über die Trierer Straße in Hallschlag geben.
Auch wenn die Milchviehanlage sich nicht in der Trierer Straße befindet, sondern über einen Kilometer entfernt, konnte dies das Fernsehteam nicht davon abhalten im Stall zu drehen.
Hauptaufnahme sollte ein Blick im Stall von oben herab auf die Kühe sein. Dazu wurden gleich Ideen geliefert, dass man mit dem Teleskoplader über den Futtertisch fährt und langsam den Arm senkt.
Aber neben dem zielsicheren Auftreten und absoluter Selbstüberzeugung der Fernsehleute kam dann doch zum Vorschein, dass die alle eine solche Höhenangst haben und sich niemand auf 5 m Höhe traut. Also musste der Tontechniker, doppelt gesichert natürlich, vom Teleskoplader aus filmen.
Natürlich wurde noch das Melken gefilmt, wie schon öfter. Scheinbar stellt das Melken den absoluten Höhepunkt eines jeden Beitrags über Kühe dar.
In nächster Zeit soll es auch einen Beitrag über die Trierer Straße in Hallschlag geben.
Auch wenn die Milchviehanlage sich nicht in der Trierer Straße befindet, sondern über einen Kilometer entfernt, konnte dies das Fernsehteam nicht davon abhalten im Stall zu drehen.
Hauptaufnahme sollte ein Blick im Stall von oben herab auf die Kühe sein. Dazu wurden gleich Ideen geliefert, dass man mit dem Teleskoplader über den Futtertisch fährt und langsam den Arm senkt.
Aber neben dem zielsicheren Auftreten und absoluter Selbstüberzeugung der Fernsehleute kam dann doch zum Vorschein, dass die alle eine solche Höhenangst haben und sich niemand auf 5 m Höhe traut. Also musste der Tontechniker, doppelt gesichert natürlich, vom Teleskoplader aus filmen.
Natürlich wurde noch das Melken gefilmt, wie schon öfter. Scheinbar stellt das Melken den absoluten Höhepunkt eines jeden Beitrags über Kühe dar.
Nilgänse
Dass Nilgänse zu den erfolgreichsten Neozoen gehört merke ich jetzt auch, da sie es bis in die Vulkaneifel geschafft haben.
Seit knapp zwei Wochen treiben sich nun hier 5 Nilgänse auf der Milchviehanlage herum. Ihr Aktionsradius ist dabei recht eng und reicht vom Misthaufen am Stall bis zum Siloreste-Lager an der Bergescheune. Futter gibt es da ja entsprechend genug, und so wird auch nicht direkt an den Silos gefressen oder die Wiesen befallen.
Bis jetzt ist es bei 5 Gänsen geblieben, wie lange es dauert bis die ganze Kolonie einfällt ist noch nicht abzusehen.
Zumindest wurden die bisherigen Gänse von einem Teil der Kollegen schon für zum braten aufgeteilt.
Seit knapp zwei Wochen treiben sich nun hier 5 Nilgänse auf der Milchviehanlage herum. Ihr Aktionsradius ist dabei recht eng und reicht vom Misthaufen am Stall bis zum Siloreste-Lager an der Bergescheune. Futter gibt es da ja entsprechend genug, und so wird auch nicht direkt an den Silos gefressen oder die Wiesen befallen.
Bis jetzt ist es bei 5 Gänsen geblieben, wie lange es dauert bis die ganze Kolonie einfällt ist noch nicht abzusehen.
Zumindest wurden die bisherigen Gänse von einem Teil der Kollegen schon für zum braten aufgeteilt.
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