Samstag, 12. Juli 2014

Drive In

Nach den ersten 100 Kühen war für die Klauenschneider der Gruppen-Wechsel fällig. Und bevor die Stände abgebaut und auf der anderen Seite des Futtertisches in die nächste Gruppe kamen wurde erst ein mal Mittagspause gemacht.
Um für eine ordentliche Stärkung zu sorgen für die nächsten 100 Kühe, holte ich dann schnell noch zwei Currywürste bei der Pommesbude auf der anderen Seite des Dorfes. Wegen dem strömenden Regen bin ich dann nicht mit dem Fahrrad gefahren sondern mit dem Traktor.
Drive In nach Vulkaneifel-Art:

Herdenschnitt

Diese Woche, am Mittwoch und Donnerstag, stand auch der zweite diesjährige Klauenschnitt der gesamten Herde an.
Dazu rückten am Mittwoch Morgen die Klauenschneider aus den Niederlanden an. Zwei Mann mit je einem High-End hydraulischen Klauenstand von Wopa.
Die Klauenstände wurden leicht versetzt hintereinander an der Stirnseite des Stalles im Fressgang der jeweiligen Gruppe aufgebaut. Am letzten Übertrieb wurde durch Gitter, mit Stricken zusammengeknotet der Zutrieb aufgebaut, die Kühe warteten im hinteren Laufgang und durften dann nach dem Schnitt wieder ans Futter. Zugetrieben wurde dann von zwei Personen.
Durch den Dauerregen und Nordwest-Wind der das ganze Wasser über die Schieberbahn in den Stall drückte standen die Klauenstände im Wasser, mit vorrückender Stunde dann eher Gülle.
Besonders bei den letzten Kühen, die sich, wie immer, über Stunden irgendwo hinten verdrücken konnten, und nicht wirklich Lust hatten, die Klauen geschnitten zu bekommen, artete dass dann eher in eine Schlacht in der Güllelagune aus.

Brunstbeobachtung klassisch

Am Montag wurde am Herdenmanagement-Programm ein Software-Update gemacht. Da dabei auch eine neue Datenbank konfiguriert wurde waren keine Aktivitätsdaten der Brunsterkennung mehr vorhanden.
Bis diese dann wieder brünstige Kühe finden konnte, musste der Computer erst einmal zwei Tage Daten sammeln um wieder Muster erkennen zu können.
In der Zeit musste entsprechend auf die Hilfe der Technik verzichtet werden und alles klassisch per Auge gefunden werden. Dabei zeigte sich, dass die Technik doch als nur unterstützt, und etwas Arbeit abnimmt, aber nicht das alleinige Mittel ist.
Aber mir wurde es ja auch leicht gemacht, wie z.B. diese beiden Mädels, die ja unbedingt gesehen werden wollen, und mir sogar eine Chance geben, vom Reprostall in den Stall zu laufen und dann auch noch ein Foto machen zu können. Das ist Ausdauer:

Dauerregen

Diese Woche gab es ordentlichen Dauerregen. Von Sonntag Abend bis Donnerstag Nacht über 100 l/m². Irgendwo muss ja der ganze Regen im Mittelgebirge auch herkommen.
Angefangen mit einem heftigen Gewitter mit Wolkenbruch am Sonntag Abend gab es am Dienstag und Mittwoch Dauerregen mit 75 l in 48 h.
Folgen waren überall Pfützen und durchgeweichter Boden. Dazu kommen die Hanglagen, die im Mittelgebirge dann die Wassererosion begünstigen, und so kommt einem dann auf dem Zufahrtsweg der Berg "entgegen":