Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten!

Weiße Weihnachten? Nicht im Elbe-Elster-Land. Heute morgen etwas Wind und 6 °C, dazu kaum eine Wolke.
Gab also einen schönen Sonnenaufgang, wie im Juni. Bloß kurz vor 8 Uhr erst. Trotz diesen schönen Sommermorgens wünsche ich allen Lesern frohe Weihnachten.

Montag, 23. Dezember 2013

OTS im Solarkraftwerk

Am 4. Advent verläuft die Feuerwehr-Übung etwas ruhiger. So stand eine Objekt-Begehung auf dem Ausbildungsplan. Oder wie es hier heißt, so wie früher, Operativ-Taktisches Studium. Ziel war das letztes Jahr in Betrieb genommene Solarkraftwerk in Schlieben-Berga. Nach dem Öffenen des Tores mit dem Generalschlüssel aus dem Feuerwehr-Schlüsseldepot, was auch eine Premiere war, wurden die Wechselrichter und Stromverteilkästen in Augenschein genommen. Dazu gab es noch mal die Einsatzgrundsätzen bei Fotovoltaik-Anlagen. Die Übung war wegen dem Regenwetter aber schneller rum und endete mit dem Aufbrauchen der Reste von der Weihnachtsfeier im Gerätehaus.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Bahnhof ohne Zug

Gibt es doch immer wieder im Westen die typischen Klischees vom Osten muss ich nun das einzige bestätigen: Der Bahnhof ohne Zug.
Von Falkenberg verläuft quer durch das Amt Schlieben nach Lukau die Niederlausitzer Eisenbahn. War die Strecke zu Reichbahn-Zeiten noch von Bedeutung, ging es in den 1990er mit der Übernahme durch die DB bergab. 1998 wurde die Strecke an die DRE (Deutsche Regionaleisenbahn) übergeben, die zeigen wollte, dass selbst kleine Nebenstrecke im dünnbesiedelten ländlichen Raum ohne große Subventionen betrieben werden können. Das funktionierte nicht, und bis 2008 fuhr der "Elbe-Elster-Express" im Wochenendverkehr.
Seitdem bleiben die Schranken geöffnet und ich fahre mehrmals täglich über den Bahnübergang an der B87 ohne jemals einen Zug gesehen zu haben.
Im Herbst wurde die Streckenbetreibung neu ausgeschrieben, und es wurde kein Betreiber gefunden, nun dürfte die Strecke stillgelegt werden. Und wie so oft für Brandenburg dürften dann ruckzuck die Gleise wegsein und ein Radweg da, obwohl auf der anderen Seite der B87 gerade erst einer gebaut wurde.
Auf dem Bild der Bahn-Haltepunkt in Kolochau, der eher eine Bushaltstelle als ein Bahnhof ist.



Sonntag, 8. Dezember 2013

Atemschutzstrecke

Gestern stand die diesjährige Atemschutzausbildung auf dem Feuerwehr-Plan. Diese findet im Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) in Herzberg statt. Das FTZ betreibt als Teil des Ordnungsamtes des Landkreises die Atemschutz-Übungsstrecke, die zentrale Atemschutzwerkstatt und ist auch für die Kreisausbildung und das Prüfen der Schläuche und Pumpen zuständig.
Die Atemschutz-Übungsstrecke ist um einiges moderner, als man es von linksrheinischen Gebieten kennt. Nicht nur, dass man mit einem Responder ausgestattet ist, mit dem man sich an allen einzelnen Stationen einloggen muss, sondern auch ein Band zur Überwachung der Herz-Kreislauf-Funktion umgeschnallt hat, welche über Telemetrie mit dem Leitstand verbunden ist.
Aber diese Technik hat genauso ihre Macken, und so viel die Respondererkennung aus und sorgte für längere Verzögerungen.
Zum Aufwärmen kommt ein Fahrrad und ein Stepper zum Einsatz, unter Atemschutz dann ein Laufband und eine Endlosleiter, jeweils zwei mal. Die eigentliche Strecke wird im Trupp bewältigt und beginnt mit der Absuche eines kleinen verrauchten Raumes, aus dem ein Feuerlöscher und zwei Kanister herausgeholt werden müssen. Danach kommt die Strecke, und noch eine kleine in der Hitzeschleuse, wo nochmal zwei Kanister mitgeschleift werden müssen.
Fazit: Man braucht deutlich mehr Luft, und so komm auch ich mit weniger als 100 bar zum Schluss an.

Dienstag, 26. November 2013

Geräteappell

Am Sonntag stand der diesjährige Geräteappell bei der Feuerwehr an.
Hierfür wurden bei allen Übungsterminen im November eifrig die Fahrzeuge gereinigt. Und nicht nur außen sondern auch innen, das heißt, komplettes Fahrzeug ausräumen und die Fächer aussaugen. Am Sonntag musste dann beim LF noch einmal das Dach sauber gemacht werden, da das herbstliche Wetter beim letzen Einsatz vorige Woche für ordentlich Blätter und Kiefernadeln (man ist ja in Brandenburg) zwischen den Leitern gesorgt hatte.
Der Geräteappell ging dann zügig und ohne jegliche Bestandungen über die Bühne.
Auf dem Bild ein Blick in die Fahrzeughalle, von links nach rechts: LF 16/12, TLF 20/50 Typ Brandenburg und TSF.

Mittwoch, 20. November 2013

Der Winter kann kommen

Während es in Thüringen heute das erste Mal geschneit hat und es im Erzgebirge passend zum dortigen Feiertag kein Schnee gab, ist man hier auf den Winter vorbereitet. Die Streufahrzeuge stehen bereit und die Kommunen hoffen, dass der Winter nicht so lange wird, da der Haushalt schon vom Frühjahr fast komplett aufgebraucht wurde. Außerdem merkt man doch, dass man aus dem schneearmen Rheinhessen kommt, wenn hier in den letzten zwei Wochen entlang der B87 die Schneezäune aufgebaut wurden. Hier werden auch nicht, anders wie in Rheinhessen die B271, bei Schneewehen die Straßen gleich gesperrt. Aber in Sibirien sind wir hier auch nicht, wie manche mir als von den harten Wintern erzählen wollen, den Schneezeichen wurden keine aufgestellt.

Sonntag, 3. November 2013

Exkursion Prignitz

Am heutigen Sonntag konnte ich nach Fahrzeuge-Putzen bei der Feuerwehr für den Geräteappell Ende November den Großteil des Tages für eine kurze Exkursion in die Prignitz nutzen.
Nach über 290 km Fahrt hatte man dann endlich das andere Ende Brandenburgs, dass auch unweit der Elbe liegt, erreicht. Die dortigen Orte und vor allem Straßen (nur Kopfsteinpflaster!) lassen einen fast schon denken, dass das Schliebener Land im Speckgürtel von Dresden oder Leipzig liegt.
Hauptteil der Exkursion war die Besichtigung dreier Milchviehanlagen einer großen Genossenschaft (350, 180 und 790 Milchkühe). Diese plant in Zukunft die drei Betriebsteile am Standort der großen Milchviehanlage zusammenzulegen und auf 1.750 Kühe zu erweitern. Ein interessantes Projekt. Zum Schluss gab es noch ein Blick auf den Stützpunkt des Pflanzenbaues, der bei einer bewirtschafteten Fläche von mehr als 3.800 ha ordentliche Technik zum zeigen hat.
Fazit: Die Prignitz ist eine Gegend, wo selbst die Herdenmanager noch mit dem ältesten Traktor protzen...

Sonntag, 20. Oktober 2013

Erste Meldung von östlich der Elbe

Viele Fragen sich, wohin es mich jetzt genau verschlagen hat: Ganz grob nach Südbrandenburg an die Elbe in den Landkreis Elbe-Elster.

Auch wenn man hier von der Elbe über 30 km entfernt ist, ist die Landschaft von Wasser geprägt. Zwar nicht von oben, denn der Niederschlag mit um die 500 mm im Jahr, entspricht doch eher Rheinhessen als Kiel, dafür von unten. Die Felder sind von Wassergräben durchzogen und weite Teile des Grünlandes sind Niedermoor. Dazu kommt, dass bei den leichten Sandböden der wenige Regen sehr schnell wieder weg ist.

Zu Brandenburg gehört aber auch der obligatorische Kiefernwald. Dieser erstreckt sich Richtung Spreewald großflächig. Großflächig sind natürlich auch die Ackerschläge. Weites flaches Land, so dass man nach Jahrzehnten Rheinhessen die Entfernungen nicht wirklich einschätzen kann. Die einzige wirkliche Erhebung ist der "Schliebener Lange Berg" mit der gleichnamigen Weinlage eins von zwei brandenburgischen QbA-Weinbaulagen.

Und auch wenn meine neue Heimat der Ort Wehrhain nur 150 Einwohner hat, bin ich damit offiziell "Städter", da Wehrhain zur 2 km entfernten Stadt Schlieben gehört. So kann man auch verstehen, warum in Deutschland 85 % der Leute in Städten wohnen, wenn dazu unter anderem Schlieben mit 2.500 Einwohner auf 80 km² in 9 Orten zählt.
Nachfolgend auf dem Bild ein Blick von Süden auf den nördlichen Teil Wehrhains. Ganz rechts ist hinter dem Baum das neue Zuhause zu erkennen. Wer das nicht erkennt, orientiert sich einfach am roten Auto.

Herzlich Willkommen...

...bei meinem Kuhblog!

Als ich letzte Jahr in Kanada arbeitete konnte ich mit meinem Blog "David in Kanada" sehr gute Erfahrungen machen, um allen Leuten Aktuelles berichten zu können, ohne täglich stundenlang E-Mails schreiben zu müssen. Daher beschloss ich dies nun in Brandenburg einem neuen Blog weiterzuführen.

Statt des Abenteuers in Kanada werde ich hier hauptsächlich über
meine Arbeit als Herdenmanager mit den Kühen und Rindern allgemein schreiben und daneben auch andere Sachen aus der Landwirtschaft, der Gegend und dem Alltag, alles was interssant ist. Wie schon bei meinem Bruder ist da Interesse an den "großen Maßstäben dort im Osten" war ja schon im Vorfeld immens gewessen.

Nun bin ich seit dem 1. Oktober hier und habe nun nach langem Bemühen endlich Internet, so dass ich mit dem Blog beginnen kann. Die ersten Beiträge werden in den nächsten Tagen folgen.